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08.09.2020

Leberschäden vorbeugen
Deutsche Forschungsgemeinschaft fördert Forschung an Autoimmunhepatitis

Die Autoimmunhepatitis (AIH) ist eine seltene und chronisch verlaufende Erkrankung. Aufgrund einer Fehlregulierung des Immunsystems greift dieses die eigenen Leberzellen an, zerstört diese und löst so eine Hepatitis, eine Leberentzündung aus. Im schlimmsten Fall kommt es zu einer Leberfibrose. Die Deutsche Forschungsgemeinschaft unterstützt das Forschungsvorhaben der Klinik für Gastroenterologie und Hepatologie zur Entwicklung neuer zellulärer Therapien an der Medizinischen Fakultät der Universität Duisburg-Essen über drei Jahre mit rund 340.000 Euro.

PD Dr. Matthias Hardtke-Wolenski von der Klinik für Gastroenterologie und Hepatologie und Leiter des Forschungslabors der Gastroenterologie möchte eine neue zelluläre Therapie gegen AIH entwickeln. „Die Standard-Therapie sieht eine lebenslange Gabe von Cortison vor und verursacht entsprechend starke Nebenwirkungen. Hier braucht es dringend Alternativen“, erklärt PD Matthias Hardtke-Wolenski. Im Fokus seiner wissenschaftlichen Arbeit steht die Suche nach Therapieansätzen, welche das Immunsystem zwar daran hindern, die eigenen Leberzellen zu attackieren, nicht aber die Immunkompetenz der Patienten gegen von außen eindringende Erreger beeinträchtigen.

PD Matthias Hardtke-Wolenski: „Bei anderen Autoimmunerkrankungen wurden bereits erste Studien mit der adoptiven regulatorischen T-Zelltherapie erfolgreich durchgeführt. Hier werden den Betroffenen für die jeweilige Erkrankung weniger effektive, natürliche T-Zellen von Spendern zugeführt, welche in die Funktion des Immunsystems eingreifen und diese regulieren.“ Basis der Untersuchungen bildet ein von den Essener Wissenschaftlern entwickeltes experimentelles murines Modell, das der menschlichen AIH sehr ähnlich ist. Hieran möchten sie die Wirkung antigenspezifischer regulatorischer T-Zellen überprüfen.

Dabei müssen sie zunächst eine Hürde überwinden: Denn aufgrund biologischer und technischer Einschränkungen lassen sich die richtigen regulatorischen T-Zellen nicht in ausreichender Zahl aus dem Blut der Patienten gewinnen. Dem begegnen die Forscher, indem sie die Spezifität von T-Zellen, die eigentlich nicht für diesen spezifischen Einsatz geeignet sind, durch die Gabe sogenannter chimärer Antigenrezeptoren (CARs) auf der Zelloberfläche genetisch verändern. So lassen sich passende T-Zellen in ausreichender Zahl gewinnen.

„Diese regulieren autoreaktive Zellen sowohl bei AIH, als auch bei anderen Autoimmunerkrankungen, haben keine Nebenwirkungen und verstärken zugleich die Heilwirkung“, erläutert Matthias Hardtke-Wolenski.

Sollten die Forscher im Mausmodell Erfolg haben, folgt im nächsten Schritt die Überprüfung der Erkenntnisse in klinischen Studien.

 

 

02.06.2020

Rückkehr der Gastro-Ambulanz in das Medizinische Zentrum

Ab sofort sind die Interdiziplinäre Lebertransplantations-Ambulanz  (LTX-Ambulanz) sowie die Fachambulanz für Lebererkrankungen (Gastro-Ambulanz) der Klinik für Gastroenterologie und Hepatologie wie gewohnt im Erdgeschoss des Medizinischen Zentrums erreichbar. Die Ambulanzen waren im Mai aufgrund der räumlichen Veränderungen bedingt durch die Versorgung der COVID-19-Patienten vorübergehend ins Lehr- und Lernzentrum in der Virchowstraße verlegt worden.

 

 

09.04.2020

Prof. Dr. Elke Cario in den Auswahlausschuss für Heinz Maier-Leibnitz-Preis berufen

Die Präsidentin der Deutschen Forschungsgemeinschaft (DFG) hat Prof. Dr. med. Elke Cario, Klinik für Gastroenterologie und Hepatologie am Universitätsklinikum Essen, für die nächsten 3 Jahre in den Auswahlausschuss für den Heinz Maier-Leibnitz-Preis berufen. Seit 1977 wird der Heinz Maier-Leibnitz-Preis vergeben, um jungen Forscherinnen und Forschern Anerkennung für ihre ersten wissenschaftlichen Leistungen zu vermitteln und ihnen positive Impulse für weitere wissenschaftliche Arbeiten zu geben. Er hat sich seitdem zu einem der wichtigsten Nachwuchspreise in Deutschland entwickelt. Der Auswahlauschuss setzt sich zurzeit aus 15 Wissenschaftlern aus verschiedenen Fachgebieten zusammen.

Quelle: NEWSLETTER 03/20 der Medizinische Fakultät der UDE

 

 

02.04.2020

Neue Zuweiser-Hotline für stationäre Verlegungen

ab sofort steht Ihnen als ärztliche Kolleginnen und Kollegen
für stationäre Verlegungen in unsere Klinik für Gastroenterologie und Hepatologie am Universitätsklinikum Essen

Herr Marco Egen als Ansprechpartner zur Verfügung unter der Nummer

+49 (0)201 723 84977

 

Weitere Informationen

 

 

02.04.2020

Prof. Dr. Christian Lange ist kommissarischer Direktor der Klinik für Gastroenterologie und Hepatologie

Seit dem 01. April ist Prof. Dr. Christian Lange kommissarischer Direktor der Klinik für Gastroenterologie und Hepatologie am Universitätsklinikum Essen.

Prof. Christian Lange studierte Medizin an der Universität Tübingen (2000-2007), wo er 2009 promoviert wurde. Von 2010 bis 2012 forschte er als Postdoc in der Abteilung Gastroenterologie/Hepatologie der Schweizer Universität Lausanne. Danach war er Oberarzt am Universitätsklinikum Frankfurt (2015-2017) und seit 2018 leitender Oberarzt und stellvertretender Direktor am Universitätsklinikum Essen.

Neben seiner mehrfach ausgezeichneten Forschertätigkeit an immunologischen Mechanismen der Leberzirrhose und des akut-auf-chronischen Leberversagens sowie Untersuchungen zur Verbesserung der Prävention und Therapie von Infektionen bei Leberzirrhose umfassen seine klinischen Schwerpunkte unter anderem die Transplantation und Krebserkrankungen der Leber wie auch die interventionelle Endoskopie.